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Das Harvard-Konzept — Interessen statt Positionen
Der Kern erfolgreicher Verhandlung nach Fisher/Ury: nicht um Positionen feilschen ("Ich will 10 % Rabatt"), sondern die dahinterliegenden Interessen verstehen ("Ich brauche Planungssicherheit / einen niedrigen Stückpreis / schnelle Lieferung"). Die vier Prinzipien:
- Menschen und Problem trennen — hart in der Sache, weich zur Person
- Auf Interessen konzentrieren, nicht auf Positionen
- Optionen zum beiderseitigen Vorteil entwickeln — den Kuchen vergrößern, bevor man ihn teilt
- Auf objektive Kriterien bestehen — Marktpreise, Standards, Präzedenzfälle statt Willkür
Dieser Ansatz führt häufiger zu tragfähigen Ergebnissen als das reine Positions-Geschacher.
Testen Sie Ihr Wissen — 4 Fragen, 2 Minuten, ohne Anmeldung
Verhandeln: Kennen Sie Ihre BATNA?
Beantworte alle 4 Fragen. Du erhältst sofort Feedback und kannst danach noch einmal üben. Bestanden ab 75%.
Fragetypen in diesem Quiz
BATNA — die beste Alternative kennen
Der wichtigste Hebel jeder Verhandlung ist die BATNA (Best Alternative To a Negotiated Agreement): Was ist mein bester Plan B, wenn keine Einigung zustande kommt? Wer seine BATNA kennt, weiß:
- Wann ein Abschluss gut ist — er muss die BATNA übertreffen
- Wann man aufstehen sollte — wenn das Angebot schlechter ist als der Plan B
- Wie stark die eigene Position ist — eine gute BATNA gibt Verhandlungsmacht
Genauso wichtig: die BATNA der Gegenseite einzuschätzen. Verhandlungsmacht ist relativ — sie hängt davon ab, wer die bessere Alternative hat, nicht davon, wer lauter ist.
Die Phasen einer Verhandlung
Strukturierte Verhandler arbeiten in Phasen statt aus dem Bauch:
- Vorbereitung — Interessen (beide Seiten), Optionen, BATNA, objektive Kriterien klären (die wichtigste Phase, oft übersprungen)
- Eröffnung — Atmosphäre, Agenda, gegenseitiges Verständnis
- Erkundung — Fragen stellen, Interessen aufdecken, zuhören
- Verhandeln — Optionen entwickeln, Zugeständnisse koppeln ("wenn …, dann …")
- Abschluss — Ergebnis sichern, Vereinbarung dokumentieren
Faustregel: 70 % des Erfolgs entstehen in der Vorbereitung, nicht am Verhandlungstisch.
Taktiken erkennen und fair bleiben
Wer Verhandlungen führt, trifft auf Taktiken — und sollte sie erkennen, ohne selbst unfair zu werden:
- Anker setzen — die erste Zahl prägt den Rahmen; bewusst eröffnen oder umankern
- Salami-Taktik — schrittweise Nachforderungen; Pakete schnüren statt Einzelpunkte
- Zeitdruck — künstliche Deadlines hinterfragen
- Guter/böser Cop — Rollenspiel erkennen, sachlich bleiben
Das Ziel ist nicht Manipulation, sondern Souveränität: Taktiken zu durchschauen nimmt ihnen die Wirkung — und hält die Beziehung intakt, was bei wiederkehrenden Geschäftspartnern entscheidend ist.
Verhandeln als Lernreise mit echten Szenarien
Verhandeln lernt man durch Verhandeln. PlakosAI bildet das als Skill-Reise ab:
- Mini-Lektionen zu je einem Baustein (Interessen, BATNA, Phasen, Taktiken)
- Verzweigungs-Szenarien — der Lerner verhandelt, jede Entscheidung hat Konsequenzen
- Vorbereitungs-Vorlagen für die nächste reale Verhandlung
- Spaced Repetition der Kernprinzipien
So wird die nächste Einkaufs- oder Vertriebsverhandlung selbst zur Übung — mit System statt Bauchgefühl.
// So sieht die Schulung aus
Lernen, das nicht nach Pflicht aussieht
- Mini-Lektionen à 5–10 Minuten statt 60-Minuten-Marathon
- Quiz nach jedem Abschnitt — sofortiges Feedback
- Audit-fester Nachweis + verifizierbares Zertifikat

Häufige Fragen
Was ist das Harvard-Konzept der Verhandlung?
Was bedeutet BATNA?
Wie bereitet man sich richtig auf eine Verhandlung vor?
Wie geht man mit unfairen Verhandlungstaktiken um?
Eignet sich Verhandlungstraining auch für den Einkauf?
// Passende Werkzeuge
Verhandlungsführung als Skill-Reise — bessere Abschlüsse, stabile Beziehungen.
PlakosAI ist die deutschsprachige B2B-Lernplattform für Compliance-Pflichtschulungen und Skill-Aufbau. Multi-Tenant-fähig, Export als SCORM, xAPI und cmi5, Audit-Trail bis 10 Jahre.
